
Mein Name ist Wolfgang Baumbast. Ich bin 69 Jahre alt und war 48 Jahre lang als Diplomfinanzwirt (FH) bei der Finanzverwaltung beschäftigt. Inzwischen bin ich zwar pensioniert, arbeite jedoch noch halbtags im Homeoffice beim Regierungspräsidium Stuttgart. Dort bearbeite ich Anträge von Krankenpflegerinnen und Krankenpflegern aus dem außereuropäischen Ausland auf Anerkennung ihrer Berufsabschlüsse in Deutschland. Das ist eine wichtige Aufgabe, die ohne den Einsatz von Pensionären nicht bewältigt werden könnte, da auch hier – wie inzwischen überall – dringend benötigtes Personal fehlt.
Als Mitglied des Bundesvorstands der Liberalen Senioren, als stellvertretender Landesvorsitzender der Liberalen Senioren Baden-Württemberg, als stellvertretender Vorsitzender des VdK Ortsverbandes Ehingen und als Mitglied des Vorstands des Kreisseniorenrats liegen mir die Sorgen und Nöte von Senioren und betagten Menschen besonders am Herzen.
In Ehingen gibt es viele verschiedene Angebote für Senioren. Allerdings sind sie noch zu wenig bekannt. Damit die Ressourcen besser eingesetzt und Synergieeffekte genutzt werden können, habe ich beantragt, dass bei der Lokalen Agenda künftig die Seniorenarbeit als eigenes Schwerpunktthema behandelt und gefördert wird.
Zwei Themen liegen mir dabei besonders am Herzen:
- Sicherheit und
- digitale Teilhabe
Sicherheit: Senioren müssen sich im öffentlichen Raum sicher fühlen, deshalb habe ich mich dafür eingesetzt, dass überall die Straßen, Plätze und Gehwege bei Nacht ausreichend beleuchtet sind, dass Stolperfallen möglichst vermieden werden, dass sich Senioren sicher mit ihren E-Bikes fortbewegen können und dass sie über die Gefahren von Telefonbetrügern aufgeklärt werden.
Digitale Teilhabe: In einem gemeinsamen Projekt von Kreisseniorenrat und Lokaler Agenda schule ich jeden Freitagnachmittag zusammen mit einem Team von Mentoren Senioren im Umgang mit Smartphone, Tablet und Notebook.
Teilnehmer am Kurs digitale Teilhabe für Senioren
Doch nicht genug:
Das Sozialgesetzbuch verpflichtet in seiner aktuellen Fassung jede Kommune dazu, Altenarbeit zu leisten:
„Alten Menschen soll außer den Leistungen nach den übrigen Bestimmungen dieses Buches sowie den Leistungen der Eingliederungshilfe nach Teil 2 des neunten Buches Altenhilfe gewährt werden. Die Altenhilfe soll dazu beitragen, Schwierigkeiten, die durch das Alter entstehen, zu verhüten, zu überwinden oder zu mildern und alten Menschen die Möglichkeit zu erhalten, selbstbestimmt am Leben in der Gemeinschaft teilzunehmen und ihre Fähigkeit zur Selbsthilfe zu stärken.“
(§ 71 Sozialgesetzbuch XII)
Hier gibt es noch sehr viel zu tun. Ich bitte daher um Ihre Stimme, damit ich mich im Ehinger Gemeinderat dafür einsetzen kann, dass Ehingen eine seniorenfreundliche Stadt wird.